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Das Panzerartilleriebataillon 35 / 335

Traditionsgemeinschaft Standort Dedelstorf

 

Geschichte:

Als mit Tagebuch Nr. 2164/62 der Aufstellungsbefehl Nr. 872 (H) für Panzerartilleriebataillon 35 (PzArtBtl 35) erteilt wurde, war kaum absehbar, das dieses der Beginn einer langen Epoche für den Standort Dedelstorf werden sollte.

Schon in Absatz 1.1 der organisatorischen Bestimmungen heißt es damals, Dedelstorf ist nach dem derzeitigen Stand der Planung nur Zwischenunterkunft, als Endstandort ist Luttmersen vorgesehen, doch dazu sollte es nicht kommen.

Das ursprünglich mit einer Stärke von 182 Soldaten in zwei Batterien (1./35 - 92 Soldaten, 2./35 - 90 Soldaten) neu aufgestellte Bataillon wurde bereits zum 01.10.1962 auf eine Stärke von 3 Batterien mit insgesamt 347 Soldaten erweitert.

Ab 01.10.1962 hatte das Bataillon folgende Gliederung:

1. Batterie - 159 Soldaten
2. Batterie - 94 Soldaten
3. Batterie - 94 Soldaten

Die Aufstellung des Bataillons war mit einigen Problemen verbunden. Von vielen Einheiten und Verbänden aus dem Raum Hannover, Braunschweig und Hildesheim mussten Offiziere und Unteroffiziere abgestellt werden, die den Auftrag erhielten, die in den folgenden Monaten zu erwartenden Rekruten auszubilden und zu einem geschlossenen Ganzen zu formen.
Als Kern wurde eine personell und materiell  vollständige Batterie (3./25) von Braunschweig nach Dedelstorf verlegt und bezog am 23.07. als neue „Zwote“ (schießende) Batterie ihre Quartiere.

Am 11.08.1962 trafen die ersten sechs „Brummer“, Geschütze des Typs M7 B2, im Standort ein. Die 105 mm-Haubitzen auf Panzerfahrgestellen stammten samt Rüstsätzen noch aus dem 2.Weltkrieg, hatten den Koreakrieg mitgemacht und waren bereits völlig veraltet.
Das PzArtBtl 35 erhielt den Auftrag, mit den Haubitzen den Einsatz der Brigade in allen Gefechts- und Kampfarten zu unterstützen. Darüber hinaus kann es zum allgemeinen Feuerkampf herangezogen werden.

Anfang Oktober 1962 wurde die 3. Batterie aufgestellt. Das Bataillon war damit vollzählig und konnte mit allen drei Batterien in Stärke von 347 Mann erstmals zur Begrüßung durch den Bataillonskommandeur, Major Heinrich, auf dem Exerzierplatz antreten.

In den ersten Jahren fand in den Batterien keine Grundausbildung statt. Die Soldaten kamen von Ausbildungskompanien und wurden in Dedelstorf nur noch „zu Artilleristen gemacht“. Das Panzerartilleriebataillon 35 erhält am 03.03.1966  neue Geschütze des Typs M109 G.

Aufstellung der 4. Batterie

Mit der Aufstellung einer 4. Batterie wird das PzArtBtl 35 auf die verlangte Stärke gebracht. Als neuer Chef stößt Hauptmann Goos von der Ausbildungskompanie 5/1 zum Bataillon und bringt den Stamm seiner aufgelösten Ausbildungskompanie mit.

Zunächst als Vorauspersonal 4./ - bezeichnet, geht die Batterie zum 01.04.1970 voll in den Verband des Bataillons auf. Die Batterie erhält zunächst sechs Feldhaubitzen 105mm L auf dem Geräteträger FAUN, bevor sie ebenfalls mit Panzerhaubitzen des Typs M 109 G ausgerüstet werden. Während der nächsten Jahre nimmt die Batterie an mehreren Truppenübungsplatzaufenthalten teil und beweist so stets die volle Einsatzbereitschaft.

Am 13.02.1987 wird die 4. Batterie im Rahmen der Artilleriestruktur 85 wieder aufgelöst. Die Mehrheit des Personals wird auf die anderen Batterien verteilt und verbleibt somit im Bataillon.

Die Bataillonskommandeure des Panzerartilleriebataillon 335 sind >auf dieser Seite< aufgeführt.

Zuordnung zur Panzerbrigade 33

Im Rahmen eines Appells der Panzerbrigade 33, am 01.10.1981, wurde das PzArtBtl 35 in PzArtBtl 335 umbenannt. Durch die Umbenennung wird die Zugehörigkeit zur Panzerbrigade 33 weiter dokumentiert.

Auflösung des Bataillons 1994

Das Panzerartilleriebataillon 335 wurde am 25. März 1994 mit einem Außerdienststellungsappell in der Dedelstorfer Richthofenkaserne nach über 32 Jahren durch seinen letzten Kommandeur Oberstleutnant Kneflowski außer Dienst gestellt und die Truppenfahne der aufgelösten Einheit eingerollt.

Wir erinnern uns, wie es der frühere Landrat Heinrich Warnecke aus diesem Anlaß bereits sagte, nicht nur mit Wehmut, sondern auch mit Stolz an dieses Bataillon und seinen Standort.