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Panzerartilleriebataillon 35 / 335

1. Batterie

 

Geschichte:

Im Jahre 1962 war der Aufbau des deutschen Heeres im wesentlichen abgeschlossen. Damit ging auch die Zeit zu Ende, in der Dedelstorf ständig wechselnden Einheiten als Aufstellungsort und Zwischenunterkunft diente.

Als das Panzerartilleriebataillon 35 am 27.04.1962 in Dedelstorf aufgestellt wurde, war ein Ende dieser „wechselvollen Jahre“ für den Standort jedoch noch nicht erkennbar. Die ersten Unteroffiziere hatten sich bereits darauf eingestellt, dass sie in Dedelstorf nur für eine Übergangszeit bleiben würden und sich deshalb schon nach Wohnungen in der in der Nähe der Kaserne in Luttmersen gelegenen Stadt Neustadt am Rübenberge umgesehen.

Die Aufstellung des Bataillons war mit einigen Problemen verbunden. Von vielen Einheiten und Verbänden aus dem Raum Hannover, Braunschweig und Hildesheim mussten Offiziere und Unteroffiziere abgestellt werden, die den Auftrag erhielten, die in den folgenden Monaten zu erwartenden Rekruten auszubilden und zu einem geschlossenen Ganzen zu formen.
Als Kern wurde eine personell und materiell  vollständige Batterie (3./25) von Braunschweig nach Dedelstorf verlegt und bezog am 23.07. als neue „Zwote“ (schießende) Batterie ihre Quartiere.

Am 11.08.1962 trafen die ersten sechs „Brummer“, Geschütze des Typs M7 B2, im Standort ein. Die 105 mm-Haubitzen auf Panzerfahrgestellen stammten samt Rüstsätzen noch aus dem 2.Weltkrieg, hatten den Koreakrieg mitgemacht und waren bereits völlig veraltet. Das PzArtBtl 35 erhielt den Auftrag, mit den Haubitzen den Einsatz der Brigade in allen Gefechts- und Kampfarten zu unterstützen. Darüber hinaus kann es zum allgemeinen Feuerkampf herangezogen werden.

Die Batteriechefs und Batteriefeldwebel der 1./335 sind >auf dieser Seite< aufgeführt.

Zuordnung zur Panzerbrigade 33

Im Rahmen eines Appells der Panzerbrigade 33, am 01.10.1981, wurde das PzArtBtl 35 in PzArtBtl 335 umbenannt. Durch die Umbenennung wird die Zugehörigkeit zur Panzerbrigade 33 weiter dokumentiert.

Auflösung des Bataillons 1994

Das Panzerartilleriebataillon 335 wurde am 25. März 1994 mit einem Außerdienststellungsappell in der Dedelstorfer Richthofenkaserne nach über 32 Jahren durch seinen letzten Kommandeur Oberstleutnant Kneflowski außer Dienst gestellt und die Truppenfahne der aufgelösten Einheit eingerollt.

Wir erinnern uns, wie es der frühere Landrat Heinrich Warnecke aus diesem Anlaß bereits sagte, nicht nur mit Wehmut, sondern auch mit Stolz an dieses Bataillon und seinen Standort.