Skip to content
Schrift +/-
Increase font size Decrease font size Default font size
Sie sind hier: Startseite PzJgKp 330 Patenschaft PzJgKp 330
Patenschaft Panzerjägerkompanie 330 Drucken
 
Patenschaft der Panzerjägerkompanie 330 mit der Gemeinde Garßen
 

Alle in der Richthofen-Kaserne stationierten Einheiten pflegten Patenschaften mit umliegenden Gemeinden.

Die Panzerjägerkompanie 330 pflegte die Verbindung mit der Gemeinde Garßen bereits seit der Stationierung am Standort Scheuen.

Zum Ende des Jahres 1969 kam es dann zu den ersten Überlegungen zur Begründung einer Patenschaft mit Garßen.

Planungen zur Patenschaft und erste Kontakte

Aus den vorliegenden Unterlagen, dem Unteroffiziertagebuch, geführt vom Feldwebel Benno Fleischer sowie aus den Vermerken und Protokollen der Gemeinde Garßen geht hervor, dass es die Gemeinde war, die eine Patenschaft zu einer Einheit im Standort suchte.

In einem Vermerk der Gemeinde und des damaligen Verwaltungsausschusses, die im Original bzw. mit beglaubigten Abschriften dem ehemaligen Ortsbürgermeister Helmut Meine vorliegen, starteten selbige am 8. Januar 1970 eine Anfrage an den Kasernenkommandanten der Freiherr-von-Fritsch-Kaserne-Scheuen, Major Hellweg, auf die Möglichkeit einer Patenschaft mit einer Scheuener Einheit.

Dieser teilte dem Garßener Rat mit, dass die Panzerjägerkompanie für eine Patenschaft frei sei. Erste Gespräche in dieser Hinsicht gingen vom Ratsherren Bode aus, der in der Kaserne Scheuen beschäftigt war.
Auf Empfehlung des Verwaltungsausschusses vom 19. Januar 1970, stimmte der Rat einer Patenschaft mit der Panzerjägerkompanie Scheuen zu.

Gleiches wurde anlässlich eines Unteroffizierabends am 2. Februar 1970 besprochen, bei dem Oberleutnant Freytag diese gute Chance vortrug, die von allen anwesenden Unteroffizieren einstimmig beschlossen wurde.

Übernahme einer Patenschaft

Die Weichen für die Patenschaft waren gestellt. Aus einem Vermerk der Gemeinde geht dann folgendes hervor:
„ Am 12. des Monats, um 14Uhr erschienen der Oberleutnant Freytag mit seinen Hauptfeldwebeln und zwei weiteren Feldwebeln zu einer Besprechung zur Übernahme als Patenkompanie.

Von der Verwaltung waren anwesend:
Bürgermeister Sohnemann, I. Beigeordneter Kißling, II. Beigeordneter Stute und Gemeindedirektor Basler.“

In dem Gespräch wurde die Patenschaft erörtert und besiegelt.

Umfangreiche Gespräche zu den Übernahmemodalitäten folgten und wurden in Niederschriften vom 18. März, 01. April und 07. Mai dokumentiert. Auch im Unteroffizierkorps fanden entsprechende, interne Planungen statt und in einer gemeinsamen Sitzung im Unteroffizierkeller der Panzerjäger, mit den Vertretern aus Garßen,
legte man den historischen Rahmen der Übernahme fest, die Vereine und Verbände aus der Gemeinde wurden bei allen Besprechungen einbezogen.

Auflösung der Patenschaft 1992

Im Rahmen der großen Umstrukturierung der Bundeswehr 1992, folgte, was kommen musste. Zahlreiche, bisher traditionsreiche Verbände und Einheiten, wurden aufgelöst oder verschoben und auch die Panzerjägerkompanie 330 blieb nicht davon verschont.

Am 24. September 1992, anlässlich eines Appells im Landgestüt Celle, wurde die Panzerjägerkompanie 330 außer Dienst gestellt und die Patenschaft nach fast 22 Jahren damit aufgelöst.

 

Quellen: Peter Obermann, Benno Fleischer, Eckhard Petrat