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Panzerpionierkompanie 330

Traditionsgemeinschaft Standort Dedelstorf

 

Geschichte:

Im April 1959 wird die 4./PiBtl 110 in Minden zur Panzerpionierkompanie 30 umgegliedert und 1961 nach Nienburg-Langendamm verlegt. Am 12. Oktober 1971 wurde diese dann nach Dedelstorf verlegt.

Fünf Führer und Unterführer kehrten damit in ihnen bereits bekannte Gefilde zurück, denn die PzPiKp war aus der 3. Kompanie des in Dedelstorf aufgestellten Pionierbataillons 1 hervorgegangen. Besonders die Unteroffiziere der Kompanie vollzogen den unerwartet befohlenen Wechsel mit unmutigen Gesichtern, da sie sich in ihrem alten Standort gerade in Eigenarbeit aus „privater Tasche“ eine Kellerbar eingerichtet hatten.

Auch die ersten Eindrücke, die ihnen der abgelegene Standort vermittelte, waren nicht geeignet, ihnen die Eingewöhnung in der neuen Gegend zu erleichtern. Deshalb waren nach kurzer Zeit besonders die älteren Dienstgrade erfolgreich damit beschäftigt, ihre Versetzung in andere Standorte zu erwirken.
Im Jahr 1978 mussten als Folge dieser Entwicklung fast alle wichtigen Dienstposten neu besetzt werden; der Mangel an jungen Unteroffizieren belastete die Kompanie schwer.

Wie schlecht der Ruf der Dienstableistung im Standort Dedelstorf war, zeigt die in der Ausbildungskompanie in Holzminden, die bis 1986 auch für die PzPiKp 30 Rekruten ausbildete, gegen „unwillige“ Soldaten ausgesprochene Verwarnung: „Wenn sie nicht spuren, kommen sie nach Dedelstorf“ .

Die Verlegung von Pionieren nach Dedelstorf hatte für den Standort einen erheblichen praktischen Nutzen, da die Pioniere, die hauptsächlich aus Bauberufen kamen, ihr Können in den außer-militärischen Dienst stellen konnten. So bauten sie im Frühjahr 1973 eine Blockhütte mit Grillturm. Im April 1976 errichteten sie einen hölzernen Kinderspielplatz in Hankensbüttel und im März 1983 einen Bootssteg am Isesee.

Ausgerüstet wurde die Kompanie mit schwerem, beweglichem und gepanzertem Pioniergerät und bekam den Auftrag, die Kampftruppen im Verteidigungsfall zu unterstützen, für die Panzerbrigade eigenen Bewegungen zu ermöglichen (z.B. durch Schnellbrücken / Brückenpanzer „Biber“) und feindliche Bewegungen zu hemmen oder zu verhindern (z.B. durch Minensperren).

Um diese vielfältigen Aufgaben durchführen zu können, ist die PzPiKp 30 mit auf den technisch neuestem Stand befindlichen Waffensystemen und Geräten ausgerüstet. Hierzu gehören der Brückenlegepanzer "BIBER", der Pionierpanzer "DACHS", das Minenwerfersystem "SKORPION" und Mannschaftstransportpanzer "FUCHS".

Während der Flutkatastrophe 1962 und den Waldbränden in der Heide 1975 bewies die PzPiKp 30 ihre hohe Einsatzbereitschaft und den großen Einsatzwillen ihrer Soldaten. Hierfür wurde die Kompanie mit der Dankmedaille des Landes Niedersachsen ausgezeichnet.

Das Wappen der Kompanie ist angelehnt an das Ortswappen von Hankensbüttel. Der silberne Abtstab, das silberne Wellenband sowie das goldene Schwert sind ihm entnommen. Unten rechts ist eine silberne Brücke auf grünem Eichenblatt als Symbol der Pioniertruppe wiedergegeben.

Patenschaft mit der Gemeinde Dedelstorf

Alle in der Richthofen Kaserne stationierten Einheiten pflegten Patenschaften mit umliegenden Gemeinden. Um die Kontakte mit der Bevölkerung zu verstärken wird am 10.04.1983 die Patenschaft mit der für den Standort namensgebenden Gemeinde Dedelstorf beurkundet. Diese wurde durch die verschiedensten Veranstaltungen gehegt und gepflegt.

Umbenennung und Zuordnung zur Panzerbrigade 33

Im Rahmen eines Appells der Panzerbrigade 33, am 01.10.1981, wurde die PzPiKp 30 in PzPiKp 330 umbenannt. Durch die Umbenennung wird die Zugehörigkeit zur Panzerbrigade 33 weiter dokumentiert.

Auflösung der PzPiKp 330

Im Rahmen der Umstrukturierung der Bundeswehr in die Heeresstruktur 5 wurde die PzPiKp 330 mit Ablauf des 31.03.1993 aufgelöst. Das 10-jährige Jubiläum der Patenschaft mit der Gemeinde Dedelstorf konnte nicht mehr gefeiert werden.


    

 
 
 

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